Inga Rumpf

rumpf25

In den 50 Jahren ihrer eindrucksvollen Karriere hat sich Inga Rumpf stets souverän im weiten Spannungsfeld zwischen Blues, Boogie, Rock und R & B behauptet. Sie lebt ihre Musik mit jeder Phrasierung. Neben einer Fülle von eigenen Kompositionen haucht sie mit rauchigem Timbre, Rockshouter-Qualitäten und Jazz-Feeling Klassikern neues Leben ein. Ingas Überarbeitungen können stets neben dem Original bestehen. Wer sich davon überzeugen will, dem sei ihr Album „In the 25th Hour“ dringend empfohlen.

„In the 25th Hour“ ist nach „Fifty-Fifty“ die zweite Studiokooperation mit dem Hamburger Pianisten Joja Wendt und dessen hervorragend besetzter Band (Frank Delle/Tenorsax, Thomas Biller/Bass, Christoph Buhse/Schlagzeug).

Sie selbst bezeichnet es auf Ihrer Website als das vielleicht beste Album ihrer Karriere.

14 neue Songs – acht aus der Feder von Inga Rumpf und sechs Adaptionen, denen sich in Deutschlands beste Sängerin respektvoll und zugleich selbstbewusst nähert. Von Tony Joe White singt sie das intensive „Undercover Agent fort he Blues“, von dem Blues Einzelgänger Taj Mahal hat sie das swingende „Cakewalk into Town“ und von Ray Charles dessen unvergängliches „Unchain my Heart“ übernommen.

Dazu kommen Gershwins Evergreen „Summertime“, Billie Holidays „I Cover the Waterfront“ und der lockere Rock ´n Roll „My own Way to Rock“ von dem einstigen Guess-Who Lead-Sänger Burton Cummings.

Bei Ihren eigenen Kompositionen, zwei davon entstanden in Zusammenarbeit mit Niko Müller, ignoriert die Vollblutsängerin wie immer konsequent stilistische Grenzen und modische Wendungen. Ihre Stimme ist nach wie vor einmalig und entzieht sich jeglichen Schubladendenken und ihre Musik ist zeitlos attraktiv und lässt kein Bein ruhig bleiben.

Als Arrangeur zeichnet sich Joja Wendt verantwortlich, als Gäste geben Henry Heggen (Blues-Harp) und Abi Wallenstein (Slide-Guitar) vereinzelte Gastspiele und für den zusätzlichen Druck sorgt bei sieben der Songs die fünfköpfige „Power Brass Section“- aufgenommen in den Hamburger Chameleon Studios, in denen Studio-Urgestein Klaus Bohlmann die Regler bediente.

Der Sound von „In the 25th Hour“ ist dicht und komplex und lässt trotzdem den beteiligten Musikern Raum für knappe, aber erstklassige Solo-Exkursionen. Die Arrangements sind sorgfältig strukturiert und lassen Ingas leidenschaftlichem Gesang freien Lauf.

Inga Rumpf führt die Tradition ihrer Idole nahtlos fort und versteht, es kongenial das Lebensgefühl des Blues, Rock und Jazz unverkrampft in die 90er Jahre zu transportieren, ohne dabei nostalgisch verklärt zu agieren. „In the 25th Hour“ wird alle Anhänger von Inga Rumpf begeistern und sicherlich neue Fans gewinnen.